Installationsvorbereitungen
Im Regelfall empfehlen wir das Dateisystem ext3, welches sidux als Default-Dateisystem verwendet. ext3 ist im Upstream sehr gut gewartet.
Vor der Installation bitte alle USB-Sticks, Kameras etc. entfernen. Die Installation auf einem USB-Device benötigt ein anderes Verfahren und ist an anderer Stelle beschrieben. Es ist auch möglich, die Installationsdatei ~/.siduxconf zu ändern, um dort ein anderes Dateisystem zu wählen oder die Installation auf mehrere Partitionen aufzuteilen.
Weiters ist das Anlegen einer eigenen Datenpartition empfohlen. Die Vorteile im Falle einer Datenrettung und auch von Datenstabilität sind unermesslich.
Das Verzeichnis $HOME wird zu dem Ort, an dem Programmkonfigurationen abgelegt werden.
Auf PCs mit weniger als 512MB RAM muss eine swap-Partition angelegt werden. Deren Größe sollte aber nicht kleiner als 128MB sein. Mehr als 1GB wird normal nicht benötigt und ist nur bei Suspend-to-Disk und Serversystemen wirklich sinnvoll.
Siehe auch: Festplatte Partitionieren
WICHTIG: IMMER EINE DATENSICHERUNG ANLEGEN!
Eine Installation auf der Festplatte ist ungleich komfortabler und schneller als ein System, das nur von CD-ROM läuft.
Zuerst stellt man im BIOS die Bootreihenfolge auf CD-ROM um. Bei den meisten Computern kommt man durch Drücken der 'Entf'-Taste während des Bootvorgangs in das BIOS-Setup (bei einigen BIOS-Versionen kann man auch während des Bootens das Startlaufwerk auswählen, beim AMI-BIOS z.B. mit F11 oder F8).
Sidux startet jetzt in der Regel problemlos. Sollte das nicht der Fall sein, helfen Bootoptionen (Cheatcodes), die an den Bootmanager übergeben werden können. Einige Bootparameter (z. B. für die Bildschirmauflösung oder Sprachauswahl wie lang=de oder lang=en ) können sehr viel Konfigurationsarbeit sparen. Siehe auch Cheatcodes und VGA Auflösungen
Jetzt kann man erstmal überprüfen, ob die Hardware vollständig erkannt wurde. Das Netzwerk (Internet-Verbindung) richtet man sehr komfortabel mit den Tools im sidux-Menü ein. Informationen zu drahtlosen Netzwerk erhält man unter WIFI-WLAN
Das sidux-Installationsprogramm
1. Das Installationsprogramm startet man bequem über: Kmenu > sidux > SIDUX installer oder in einer Konsole mit
sudo install-gui

2. Nach dem Lesen (und Verstehen) des Hinweistextes geht es weiter zur Partitionsauswahl.

Nun wird ausgewählt, wohin installiert wird, und die Mountpunkte werden festgelegt. Die Mountpunkte von Partitionen, für die kein Mountpunkt gewählt wurde, werden vom Installationsprogramm zugewiesen. Für die Root-Partition ("/") muss jetzt der Mountpunkt festgelegt werden. Auch kann jetzt eine Datenpartition erstellt werden.
Bitte sich nochmal vergewissern, ob für alle Daten ein Backup angelegt wurde.
Wenn die Festplatte noch nicht partitoniert ist, muss auf den Knopf start-part-manager geklickt werden, oder man liest im Handbuch die Kapitel Partitionieren der Festplatte bzw. Partitonieren mit Gparted.
Die Partitionierungsprogramme können auch von der Konsole gestartet werden:
su gparted
oder
su cfdisk
3. Als Bootmanger verwenden wir Grub im MBR! Eine andere Wahl ist nur erfahrenen Nutzern empfohlen, die wissen, welche Folgen diese Entscheidung mit sich zieht. Grub erkennt automatisch, ob noch andere Betriebssysteme auf dem Computer installiert sind (z. B. Windows), und fügt diese seinem Bootmenü zu.

4. Als nächstes werden Benutzername, Benutzerpasswort und Rootpasswort festgelegt (bitte gut merken!). Die Passwörter sollen aus Sicherheitsgründen nicht zu einfach gewählt werden. Wer weitere Benutzer einrichten möchte, kann dies nach der Installation mit der KDE-Benutzerverwaltung kuser tun.

5. Im Anschluss wird der Name der Installation gewählt. Der Name ist beliebig, aber der Computername (Hostname) darf ausschließlich aus Buchstaben und Zahlen bestehen (keine Sonderzeichen oder Umlaute) und darf nicht mit einer Ziffer beginnen.

6. Diese Nachfrage ist die letzte Möglichkeit, die gewählten Einstellungen zu überprüfen. Bitte noch mal gründlich lesen und überdenken! Der Installationsprozess dauert je nach System zwischen 5 und 60 Minuten, mit speziellen Bootoptionen kann die Installation sogar noch schneller durchgeführt werden.

Die weiteren Menupunkte sind für erfahrene Linux-Nutzer gedacht, welche besondere Einstellungen in den Konfigurationsdateien festgelegt haben möchten (~/.siduxconf) oder die Festplatte auf eine Weise partitioniert haben, welche die automatische Überprüfung des Installationsprogramms zurückweisen würde.
Falls der Fortschrittsbalken eine Zeit lang sich nicht weiter bewegt, soll die Installation nicht abgebrochen werden, sondern dem Installationsprozess Zeit gegeben werden.
Nach Abschluss der Installation wird die CD aus dem Laufwerk genommen und in die neue Festplatteninstallation gebootet!
Der erste Start
Nach dem ersten Start von der Festplatte hat sidux zunächst die Netzwerkeinstellungen vergessen. Also das Netzwerk noch einmal einrichten (Wlan, Modem, ISDN,...) .
Wer vorher z. B. durch seinen DSL-Router eine Netzwerkadresse vollkommen ohne sein Zutun erhalten hat (DHCP), muss jetzt auch nur einmal folgenden Befehl aufrufen:
netcardconfig
Die entsprechenden Tools findet man wieder unter Kmenu > sidux > Network/Internet. Siehe auch: Internet und Netzwerk
Ein Konsolentipp für die Festplatteninstallation: Um root-Rechte für verschiedene Aufgaben zu bekommen, einfach einen Terminal öffnen und folgendes eintippen:
sux

