Das root-Passwort auf der Live-CD

Achtung: Wann immer man mit root-Rechten arbeitet, sollte man wissen, was man macht. Für das Surfen im Internet sind keine root-Rechte nötig.

Auf der Live-CD ist kein root-Passwort gesetzt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Programm mit root-Rechten auszuführen:

Ein (temporäres) root-Passwort setzen:

Eine Konsole öffnen:

sidux@0[sidux]$ sudo passwd
Enter new UNIX password:
Retype new UNIX password:
passwd: password updated successfully
sidux@0[sidux]$

Dieses Passwort kann den Rest der Live-Sitzung verwendet werden.

Ein Programm als root wird gestartet mit

sudo
oder
su-me
Drücke Alt+ F2 und Enter"
sudo

vor dem gewünschten Programmnamen, z. B.:

sudo gparted
Das Programm aus einem Root-Terminal starten:

einen Terminal/eine Konsole öffnen

sidux@0[sidux]$ su
root@0[sidux]# gparted (oder das gewünschte Programm)

Um den Terminal zu verlassen, wird eingegeben:

exit

danach nochmal:

exit
(damit sollte der Terminal sich schließen)

Unionfs - Software im Live-Modus installieren

Unionfs erzeugt ein überlagerndes Dateisystem im Arbeitsspeicher, das es ermöglicht, im Live-Modus apt-get zu verwenden oder Nvidia/Radeon-Treiber zu installieren. sidux' Nvidia/Radeon-Skripte aktivieren Unionfs im Live-Modus automatisch. Ansonsten muss man Unionfs mit einem Cheatcode in der Boot-Kommandozeile aktivieren. Hierzu fügt man der Zeile dies hinzu:

unionfs

Mit diesem Cheatcode werden Dateiänderungen in /tmp/unionfs gespeichert, die nach dem Herunterfahren allerdings verloren gehen.

Wenn man den Unionfs-Cheatcode beim Booten nicht verwendet hat, kann man ihn auch während der Livesitzung in der Konsole aktivieren:

sidux@0[sidux]$ sudo su
fix-unionfs
activating Unionfs now.

Jetzt kann man mit apt-get z. B. zusätzliche Software installieren:

sidux@9[sidux]$ sudo
root@0[sidux]# apt-get update
(...)
root@0[sidux]# apt-get install kdegames

Es gibt zwei zusätzliche Möglichkeiten, Unionfs ein wenig permanenter auszuführen:

unionrw

und

unionro

Erster kann auch durch einen Boot-Cheatcode ausgeführt werden:

unionrw

Der unionrw Befehl kann auf unterschiedliche Weise genutzt werden:

  1. auf eine Partition auf der Festplatte verweisen
  2. auf eine loop-Datei verweisen, wie eine ext2 loopback-Datei
  3. auf ein Verzeichnis verweisen

All diese drei Wege ermöglichen es, permanente Änderungen zu machen und sie zu speichern. Verwendet man denselben Cheatcode, kann man eine eigene Programmauswahl wieder verfügbar machen. Das Heimverzeichnis /home wird jedoch hiermit nicht gespeichert, dazu muss man den home-Cheat verwenden.

Nun zur dritten erwähnten Möglichkeit:

unionro

Dies ist im Prinzip ähnlich zu unionrw, erzeugt aber einen read-only Zugang auf bereits vorher installierte Modifikationen. Man kann auch unionro mit einem neuen unionrw-Cheat verbinden. Achtung: Diese Cheats sind experimentell, keiner von ihnen wird in der sidux-Boothilfe erwähnt

NTFS-Partitionen mit ntfs-3g beschreibbar machen

Achtung: ntfs-3g ist ein Treiber im frühen Betastadium. Nicht benutzen ohne vorher Daten zu sichern, vor allem nicht auf Arbeitsplattformen! Benutzung auf eigenes Risiko, Datenverlust nicht ausgeschlossen!

In eine Konsole das folgende eingeben: Siehe Partitionieren der Festplatte, um Benennungskonventionen der Festplatte in Linux nachzulesen.

sidux@9[sidux]$ su
root@0[sidux]# fix-unionfs
root@0[sidux]# umount /dev/XdXX
root@0[sidux]# mount -o silent,umask=0,no_def_opts,allow_other -t ntfs-3g /dev/XdXX /media/XdXX

Das NTFS-Volume sollte jetzt mit Schreibzugriff eingehängt sein und man sollte Daten darauf speichern können. Ein letztes Mal: Sei gewarnt! Dieses Vorgehen ist als experimentell eingestuft!!

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